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Camenisch|Vetsch | Läufer 10 | 2016 | S-Bahnstation Leinfelden | Stuttgart

Christine Camenisch | Johannes Vetsch

Freier Fall

Eröffnung:
Samstag 5. November 2022 – ab 18:00 Uhr

Um 19 Uhr: Gabriele Horndasch im Gespräch mit

Christine Carmisch | Johannes Vetsch

 

Ausstellungsdauer:
6. November 2022 - 5. Januar 2023
Die Video-Installation ist täglich zwischen 17 Uhr und 23 Uhr zu sehen.

 

Finissage:
Donnerstag, 05.01.2023, 18 – 20 Uhr

 

«Freier Fall»
Freier Fall beruht auf einem, in Zeitlupe aufgezeichneten Video des mittelalterlichen Mühlerades der Papiermühle in Basel. Die 16 Minuten lange Videoaufnahme mit ihrer scheinbar monotonen Repetition, zeigt beim Näherkommen ein kontinuierlich sich veränderndes, filigranes Formenspiel. Die gleichmässige Drehung des Wasserrades verstärkt die gegenläufige Bewegung des von den bemoosten Schaufeln heruntertriefenden Wassers. Es bilden sich immer neue Rinnsale, die sich, der Schwerkraft folgend, in Perlenketten auflösen, sich langsam in einen hypnotischen Fluss verwandeln, um unten wieder aus dem Bild zu verschwinden.

Die sich mit der Rückwand der Künstlerloge verschmelzende Videoprojektion ist schon aus der Ferne sichtbar und wird beim Näherkommen zunehmend physisch erfahrbar. Die Bewegung des Videoloops, rückt den langgestreckten Raum ins Zentrum des Platzes vor der Künstlerloge und die Wirkung der Installation entfaltet sich während der Dämmerung und in der Nacht, hinaus in den öffentlichen Raum.

 

Christine Camenisch | Johannes Vetsch

Das Hauptinteresse von Camenisch und Vetsch gilt der Bewegung. Sie ist eines der Merkmale ihrer minimalistischen Videoloops. Auch wenn ihre Arbeiten oft sehr konzeptuell erscheinen, zeichnet sich das Schweizer Künstlerduo immer wieder dadurch aus, dass sie ihre Installationen vor Ort, im Raum selbst entwickeln und jene Wirkung sichtbar wird, die auf dem Bildschirm, im Modell und in Visualisierungen nur zu erahnen ist.

«Christine Camenisch und Johannes Vetsch arbeiten seit vielen Jahren an raumfüllenden Videoinstallationen, die das Potenzial in sich tragen, die umgebende Architektur zu überschreiben und das feste Gefüge in etwas Bewegtes zu wandeln. Im Loop angelegt, sind es keine Narrationen mit einem Anfang und einem Ende. Es können einerseits abstrakte Formen sein, die über Raumwände geführt werden und die Horizontalität eines Raumgefüges zu unterstreichen in der Lage sind; anderseits sind es Aufnahmen von realen Naturbegebenheiten, die in ihrer Überlagerung und Bewegung erneut einen hohen Grad der Abstraktion erreichen. Eines aber scheint allen ihren Videoarbeiten gemein: Der Reduktion im projizierten, sich wiederholenden Abbild steht eine überraschende Poesie des Erlebten gegenüber… Eine Schwingung, manchmal leise und manchmal lauter, undefiniert in der genauen Form, ein sanfter Störfaktor. Die Videoinstallationen von Camenisch und Vetsch verhalten sich genau so, ein visuelles Kribbeln, ein Augenrauschen, das ebenfalls im Körper nachwirkt, auch wenn man den Raum schon längst verlassen hat.»
Ines Goldbach, Kunsthaus Baselland

www.vimeo.com/camenischvetsch
www.christinecamenisch.ch
www.kuenstlerloge.com

 

Camenisch|Vetsch | Rauschen 2 | 2017 | Kunsthaus Baselland | Basel-Muttenz (CH) Photo: © Serge Hasenböhler

Camenisch|Vetsch | Havarie | 2022 | Kunsthaus Baselland | Basel-Muttenz (CH)

Camenisch|Vetsch | Topografie | 2017 | Das Esszimmer | Bonn

Camenisch|Vetsch | Arabesques | 2019 | Museum Langmatt | Baden (CH)

 
gefördert:    
 
     

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Christine Camisch

Johannes Vetsch

www.christinecamenisch.ch